Freepik / Autor: exebiche
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In Zeiten von Covid-19: Wie gehe ich mit Angst um?

Hallo, schön, dass Du Dich auch heute wieder dazu entscheiden hast, unseren Blog zu lesen. Heute lohnt es sich für Dich besonders, denn heute bekommst Du Tipps zu einem Thema, das sicherlich jedem zurzeit zu schaffen macht: der Angst.

Angst ist ein Gefühl, welches uns alle schon mal betroffen hat. Während der momentanen Covid 19-Pandemie ist sie bei vielen Menschen präsenter als je zuvor: Die Angst, krank zu werden, geliebte Menschen an die Krankheit zu verlieren, vor Kurzarbeit, finanziellen Problemen oder dem Verlust der Selbstständigkeit. Ein Thema und unzählige Feuer, die die Angst schürt. Angst kann große Macht auf einen Menschen ausüben. Im schlimmsten Fall schränkt sie den Einzelnen so ein, dass ein normales Leben unmöglich wird.

Angst blockiert und nimmt Dir die Kontrolle aus der Hand

Gefangen in der Angst, fallen wir in eine Negativspirale; die Furcht beherrscht und lähmt uns. Kennst Du dieses Gefühl, nicht mehr in der Lage zu sein, Deinen Alltag wie gewohnt zu gestalten? Die Angst hat Deinen Kopf blockiert und die Steuerung Deiner Selbst übernommen? Wir wünschen Dir, dass Du diese Situation niemals kennenlernen musst. Im Folgenden möchten wir Dir Möglichkeiten aufzeigen, Deine Angst zu beherrschen und sie eigenständig zu be- und verarbeiten. Bevor wir damit anfangen, möchten wir ein paar Dinge erläutern.

Notwenig und Lebensrettend

Angst ist für das Individuum wichtig; es kann nicht darum gehen, nie wieder Angst zu empfinden. Sie bewahrt uns - in moderatem Maß - davor, uns oder andere in Gefahr zu bringen. Hätten unsere Urahnen keine Angst vor prähistorischen Raubtieren gehabt, hätten sie wahrscheinlich nicht lange überlebt. Bestünde keine Angst vor Erkrankungen, wären die Krankenhäuser leer und die Friedhöfe voll. Angst an sich ist absolut nichts Schlechtes, sie gehört im Gegenteil zum Leben dazu. Das, was uns die Angst so negativ erleben lässt, ist unser Umgang damit.

Vier Knöpfe - ein großes Handlungsspektrum

Es geht also darum, einen persönlichen Umgang mit der Angst zu finden, nicht die Angst an sich zu bekämpfen oder gar zu verdrängen. Wie kannst Du aus Deiner Angst ein nützliches Werkzeug schmieden und dabei immer die Oberhand behalten? Um an Deiner Angst zu arbeiten, stehen Dir vier Knöpfe, an denen Du drehen kannst, zur Verfügung: Gefühle, Gedanken, Körper, und Handlung. Wie schon bei so vielen anderen Themen und Schwerpunkten solltest Du beachten, dass sich alle vier Punkte gegenseitig bedingen. Wähle am Anfang den für Dich am einfachsten zu bearbeitenden Punkt aus, dann ziehen die anderen Aspekte viel leichter mit. Um eine Arbeitsgrundlage zu schaffen, musst Du für Dich erkennen, dass Deine Angst vollkommen okay ist. Nimm sie an und gebe ihr Raum.

Den Aktionsradius der Furcht aktiv einschränken

Die erste Methode, Deiner Angst die Macht über Dich zu nehmen, arbeitet mit dem Gefühl. Hier geht es darum, Dich zu entscheiden, ob Du deine Angst als Ballast sehen möchtest und sie Dich daher im Alltag einschränken bzw. behindern darf, oder ob Du sie annimmst und ihr einen festen Raum zuweist. Konkret ausgedrückt bedeutet das, einen festen Termin zu einer bestimmten Uhrzeit mit Deiner Angst auszumachen, zu der Du Dich mit ihr beschäftigst. So kannst du im Alltag die aufkommende Angst auf einen festen Zeitpunkt legen. Dir fällt es leichter, die Angst für diesen Moment loszulassen und Deinen Tag zu meistern.

Eine Strategie: Körpersprache und -spannung

Eine weitere Methode des Umgangs mit Deiner Angst ist der Weg über den Körper. Menschen sind unterschiedlich; wie treten Personen aus Deinem Bekanntenkreis auf? Wie stehen sie, wie gehen sie und welche Wirkung erzielen sie dadurch? Vergleiche diese Erkenntnis mit Deinem eigenen Auftreten. Beugt Dich die Angst, machst Du Dich selbst klein, und lässt Dich Deine Angst körperlich zusammenfallen? Dann arbeite aktiv dagegen an. Eine stolz herausgestreckte Brust, gerade Haltung, ruhige, tiefe Atmung und ein ehrliches, fröhliches Lächeln wirken Wunder. Diese Körperhaltung/-spannung sagt aus: „Hey, ich bin toll, ich glaube an mich und meinen Erfolg.“ Passt Du also Deine Körperhaltung an, überträgt sich diese Haltung auf Dein Bewusstsein und Unterbewusstsein. Deine Angst wird ihrer Macht beraubt, denn Du strotzt vor Selbstvertrauen und Hoffnung.

Die Macht der Gedanken

Körperlichkeit überträgt sich auf die Gefühle und letztlich die Gedanken. Wie mächtig Gedanken sind, haben wir in früheren Beiträgen beschrieben. Die Macht der Gedanken ist ein geflügelter Begriff mehrerer Lehren, sei es aus dem Yoga oder der Persönlichkeitsentwicklung. Auch in der Medizin hat sie ihren Platz, Stichwort Placebo. Mithilfe der richtigen Gedanken kannst Du der Angst die Kraft nehmen und wieder das Ruder in die Hand nehmen. Aktiviere Deine Selbstheilungskräfte, realisiere Deine Angst, nimm sie wahr, aber gib ihr einen positiven Rahmen.

Verbinde vor Deinem geistigen Auge die Angst mit angenehmen Perspektiven, bewerte die Situation optimistisch. Auch hier wirst Du merken, wie sich das Drehen an diesem Knopf auf die anderen Felder auswirkt. Deine Körperhaltung wird sich durch das Anfeuern positiver Gedanken verändern, Du wirst Dich stärker und selbstbewusst fühlen.

Drei Möglichkeiten zu handeln

Beim letzten Feld, der Handlung, nimmst Du ebenfalls Bewegung wahr. Hier hast Du genau drei Möglichkeiten: fliehen, kämpfen oder tot stellen. Dieser „Kampf- oder Flucht-Modus“ stammt aus der frühesten Phase der Menschheitsentwicklung. Du kannst Dich immer für eine der drei Möglichkeiten entscheiden. Alle werden den Umgang mit Deiner Angst positiv verändern, aber eine klare Entscheidung muss her. Ein ständiger Wechsel zwischen diesen drei Möglichkeiten beraubt Dich Deiner Ruhe und Konzentration, die Du für den Umgang mit der Angst benötigst. Entscheidest Du Dich dafür, Dich tot zu stellen, mag das im ersten Moment falsch erscheinen. Aber auch das ist eine legitime Wahl, wie Du mit Deiner Angst umgehen möchtest. Du gibst der Angst Raum, beschließt aber, dass Du zur Zeit nichts gegen sie unternehmen möchtest oder kannst. Das nimmt Dir den inneren Druck, die Unruhe und Ungewissheit. Eine einmal getroffene Entscheidung kannst Du natürlich auch jederzeit revidieren. Wenn Du Dich bereit fühlst und innerliche Perspektiven geschaffen hast, um die Angst zu beherrschen, kannst Du Dich umentscheiden, beispielsweise hin zum Kampf. Mögliche Waffen sind z.B. andere Menschen, die Du fragen kannst, wie sie mit ihrer Angst umgehen und welche Methoden sie entwickelt haben. Suche Dir ein Vorbild, welches Dir Denkanstöße liefert. Handeln gibt Dir die Selbstbestimmung zurück. Wieder wirkt sich die Arbeit auf dem einen Feld auf die anderen aus.

Angst als normal ansehen, ihr Raum geben

Du siehst, Angst ist normal und wichtig; sie darf definitiv Raum in Deinem Leben einnehmen. Es liegt nur an Dir, ihr ihren Platz zuzuweisen, dabei aber selbst Dein eigener Herr bzw. Deine eigene Herrin zu bleiben. Mit den vier beschriebenen Stellschrauben bist Du selbst eigenständig in der Lage, Deinen Umgang mit Angst zu verändern. Du möchtest noch mehr Infos und Tipps haben und tiefer in die Thematik einsteigen? Dann probiere doch mal unseren kostenlosen vierteiligen Videokurs über den Umgang mit Angst aus. Viel Spaß dabei!

Wir hoffen, dass Du beim Lesen sowohl Spaß hattest als auch einige wichtige Erkenntnisse gewinnen konntest. Wir freuen uns darauf, Dich beim nächsten Beitrag wieder begrüßen zu dürfen.

Vielleicht hast Du bis dahin sogar schon an deiner Einstellung zur Angst arbeiten können und erste Erfolge erzielt. Berichte uns davon, wir sind sehr gespannt.

Dein Chakra-Akademie-Team
Elke & Stefan