Freepik / Autor: benevolente82

Die Aschenputtel­meditation – Achtsamkeits­übung mit Meditation verbinden

Der letzte Blogeintrag beschäftigte sich mit dem Thema geführte Meditation. Wir hoffen, dass Dir der Beitrag gefallen hat, denn dieser Text baut darauf auf. Falls Du ihn verpasst hast, kein Problem.

Hast Du schon einmal von Achtsamkeitsübungen gehört? Falls nicht, ist das kein Problem: Achtsamkeitsübungen sind Übungen, die das SelbstBEWUSSTSEIN trainieren, stärken und fokussieren. Warum wir das Wort „Bewusstsein“ in Großbuchstaben geschrieben haben? Ganz einfach, der Begriff hat im Alltagsgebrauch eine ganz andere Bedeutung als die ursprüngliche erhalten. Nimmt man die beiden Wortbestandteile des zusammengesetzten Nomens, versteht man die ursprüngliche Bedeutung. Selbstbewusstsein bedeutet nicht, mit stolzgeschwellter Brust und erhobenen Hauptes durch die Weltgeschichte zu laufen. Der Begriff bedeutet vielmehr, dass man sich seiner Selbst, des Inneren Ichs, seinen Gefühlen, Ängsten, Empfindungen und deren Ursprung bewusst wird und lernt, sie zu verstehen und mit ihnen umzugehen.


Achtsamkeitsübungen sollen also helfen, unser inneres und äußeres Selbst besser wahrzunehmen, unsere Gefühle zu ergründen und dabei unsere Bedürfnisse zu erkennen. So besteht die Möglichkeit, aus einer selbstinitiierten (also keiner geführten) Meditation eine Achtsamkeitsübung zu machen. Wir greifen hier den Punkt aus dem letzten Blogbeitrag auf, dass Gedanken auch beim Meditieren ihren Platz haben und uns zeigen, was uns unterbewusst beschäftigt. Die Schwierigkeit, an nichts zu denken, kann man sich so zu nutzen machen.

Also, wie sieht nun eine Meditation als Achtsamkeitsübung aus? Geben wir dem Ganzen zunächst einen Namen. Hier aber zuvor der Hinweis, diese Bezeichnung, die wir verwenden ist ein von Elke geschaffener Begriff, der so nirgends anders auftaucht: Die Aschenputtelmeditation.


Süßer Name, oder? Finden wir auch.

Aber hinsichtlich der Bedeutung genauso gut durchdacht. Die Idee dahinter: Gerade am Anfang, wenn man im Meditieren noch ungeübt und schnell abzulenken ist, fällt es schwer, an absolut nichts zu denken. Selbst für Geübte ist es nicht immer möglich, den Kopf komplett zu befreien und sich nur auf den eigenen Atem zu konzentrieren. „Aschenputtel“, die Heldin des Märchens, wird von ihren bösen Stiefschwestern jeden Tag gezwungen, einen Teller Erbsen oder Linsen aus der Asche zu lesen.

Genauso akribisch, wie Aschenputtel die kleinen Hülsenfrüchte aus dem Schmutz heraus sortiert, so sollte der Meditierende seine Gedanken sortieren: in konstruktiv/destruktiv, als To-do-Liste, in die Ablage lange verdrängt, aber muss erledigt werden, und viele andere Kategorien mehr. Bei der Aschenputtelmeditation machen wir uns also die auftauchenden Gedanken zu Nutze. Jeder Gedanke, jedes Gefühl hat bei dieser Methode ihre Daseinsberechtigungen. Es gibt hier keine guten oder schlechten Gedanken, nur konstruktive und destruktive. Jeder Gedanke, der während der Meditation aufkommt, wird bewusst wahrgenommen und angenommen. Er wird betrachtet und auf verschiedene Arten und Weisen bearbeitet.


Beispiele: „Ich muss noch Milch kaufen!“ – Ok, Danke liebes Gedächtnis, dass Du mich daran erinnert hast. Ich gehe nach der Meditation einkaufen, dann kann ich mich mit diesem Gedanken befassen, für den Moment darf er aber vergehen. Der Gedanke wird für den Moment aussortiert.
„Ich habe große Angst vor dem Gespräch mit meinem Chef morgen, wird er mir meinen Fehler vorwerfen? Was hat das für Konsequenzen?“ – Ok, ich werde mich heute Abend nochmal intensiv auf das Gespräch morgen vorbereiten, um mich selbst gut vertreten zu können, jetzt ist jedoch nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Der Gedanke wird wieder weggeschoben.

„Ich fühle mich klein, schwach, hilflos und weiß gar nicht, wo das plötzlich herkommt!“ – Ok, sehr spannend. Irgendetwas scheint falsch zu laufen, ich weiß aber nicht, was das sein könnte, das habe ich so vorher gar nicht wahrgenommen. Ich werde mich in Zukunft selbst besser beobachten, um rauszufinden, wo diese Gefühle herkommen. Der Gedanke wird beiseite gelegt.


Verständlich beschrieben? Jeder Gedanke und jedes Gefühl werden bewusst wahrgenommen und willkommen geheißen. Alle haben ihre Daseinsberechtigung und ihren Ursprung. Während der Meditation werden sie nur auf einen anderen Zeitpunkt gelegt, um sie später aufzuarbeiten und die Meditation an sich fortführen zu können.


Mit dieser Methode ist eine Meditation immer erfolgreich. Die Ausrede, man kann nicht meditieren, weil man nicht an nichts denken kann, zählt hier nicht mehr. Jede eigene Meditation wird so zum ganzheitlichen Erfolg. Du gibst Dir, Deinen Gedanken und Gefühlen in diesem Moment Raum und Daseinsberechtigung. Du lernst sie bewusst wahrzunehmen. Dabei kann es sein, dass Du neue Dinge über Dich erfährst, Gefühle empfindest, die Du so vorher nicht bewusst gefühlt hast, die aber schon immer tief in Deinem Unterbewusstsein existiert haben. Sie bekamen nur keinen Raum, keine Gelegenheit, ins Bewusstsein zu treten, da der Fokus auf das Innere von den äußeren Einflüssen blockiert wurde.

Die Aschenputtelmeditation ist also, wie Du siehst, eine tolle Methode und schlägt die sprichwörtlichen zwei Fliegen mit einer Klappe: Deine Meditation ist immer erfolgreich und Du nimmst Dir den Druck, an nichts denken zu müssen. Außerdem vermagst Du gleichzeitig unbewußte Gedanken in das Bewusstsein zu rufen. Du lernst Deine tiefsten Gedanken und Gefühle kennen, machst sie für Dich nutzbar. Dein Selbstbewusstsein wird aktiviert, trainiert und gestärkt. Übung macht den Meister und hier wirst Du der Meister Deiner Selbst. Die Fähigkeit, beide Seiten, Innen und Außen, Bewusstsein und Unterbewusstsein auszubalancieren, das ist eine hohe Kunst und gleichzeitig der Weg zu einem gesunden, erfolgreichen und glücklichen Leben.


Hat Dir der Beitrag gefallen? Lass uns ein Feedback oder auch Fragen zukommen, wir alle freuen uns über Deine Nachrichten. Hast Du schon unsere geführte Meditation hier auf unserer Seite ausprobiert? Natürlich kostenlos. Trau Dich ran, tut nicht weh, versprochen.
Jetzt wünsche ich Dir ganz viel Spaß beim Meditieren und dabei, Dein Selbst zu entdecken!

Dein Chakra-Akademie-Team
Elke & Stefan